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»Der Begriff Stalking basiert auf dem englischen Verb ›to stalk‹. Er kommt ursprünglich aus der Jägersprache und beschreibt das Pirschen, Anschleichen oder Einkreisen der Beute.« (4)

Eine einheitliche Definition des Stalkings gibt es nicht. Häufig wird Stalking als das beabsichtigte, böswillige und wiederholte Verfolgen und Belästigen einer Person bezeichnet, das deren Sicherheit bedroht.

Es gibt keine spezifischen Verhaltensweisen, die in jedem Fall auftreten. Das heißt, es gibt nicht die Möglichkeit, auf Grund einer bestimmten Verhaltensweise auf Stalking zu schließen. Stalking ist eine Kombination unterschiedlicher Handlungen, die sich über einen längeren Zeitraum hinziehen. (5)

Typische Verhaltensweisen sind z.B. (6):

  • Ständige unerwünschte Kommunikation, z.B. durch Briefe, Telefonanrufe, E-Mails, SMS …
  • Andauerndes Beobachten, Überwachen und Verfolgen der Opfer, auch Nachreisen an den Urlaubsort
  • Demonstratives Warten z.B. vor dem Haus, Wohnung oder Arbeitsplatz
  • Ausfragen von Nachbarn, Bekannten, Arbeitskollegen
  • Stehlen und/oder Lesen der Post der geschädigten Person
  • Übersenden von Geschenken bzw. Gegenständen
  • Schalten von Anzeigen in Zeitungen
  • Bestellungen bei Versandhäusern im Namen der Opfer, Abmeldung von der Stromversorgung des Haushaltes der Betroffenen
  • Nutzen anderer Menschen oder Institutionen, um wieder mit den Opfern in Kontakt zu treten
  • Beschimpfungen und Gewaltandrohungen, bis hin zu tatsächlichen körperlichen Übergriffen
  • Beschädigung des Eigentums der Opfer, Manipulation an Fahrzeugen
  • Wohnungseinbrüche
  • Belästigung enger Familienangehöriger, Freunde, Partner
  • Rufschädigung und Diskreditierung

Verhaltensvorschläge für Betroffene (7)

  • Informieren Sie sich über Stalking in den Medien, wie z.B. Internet…
  • Vermeiden Sie jeglichen Kontakt zum Stalker/zur Stalkerin.
  • Achten Sie darauf, wie Sie mit Ihren persönlichen Daten umgehen und wer Zugang zu diesen hat.
  • Informieren Sie Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde, Bekannte von dem Stalking, so dass keiner Informationen über Sie weitergibt.
  • Dokumentieren Sie Stalkingverläufe genau – Ort, Zeit, Zeugen, Was ist passiert …
  • Nehmen Sie unbedingt Kontakt zu unserer Beratungsstelle auf, um weitere Schutzmaßnahmen zu besprechen und manchmal hilft auch schon ein Entlastungsgespräch.

Quellen
4 «Stalking, DU entkommst mir nicht – Ich FINDE Dich immer!«, Rat für Kriminalitätsverhütung
Schleswig-Holstein, Kiel Dezember 2009, Broschüre, 3. Auflage, S. 8
5 Vgl. ebenda S.8
6 Vgl. ebenda S.8
7 Vgl. ebenda S, 16/17